Deine Kräuterpädagogin Silvia Rzesny

Persönliches

Ich möchte Euch mitteilen, wie ich zu den Pflanzen kam.

Meine Name ist Silvia Rzesny.

Ich bin geschieden, habe zwei Kinder und lebe zur Zeit in einer Beziehung. Mein Beruf ist Frisör, den ich seit neun Jahren nicht mehr ausübe. Warum? Eigentlich wegen dem müden Gehalt. Ich wechselte in die Bewachungsbranche und hatte einen sehr gut bezahlten Job.

2013 sagte mein Körper plötzlich stopp. Es ging nicht mehr. Ich brach ein paar mal zusammen und landete zu guter Letzt im Krankenhaus. Dort wurde ich durchgecheckt und für körperlich gesund erklärt. Es war meine Psyche, die schrie "Es geht nicht mehr". So viele Anzeichen sendete mir mein Körper, doch ich nahm sie nicht wahr. Der Druck "du Musst" war einfach viel zu groß. Ich dachte ich immer wieder "Das wird schon wieder". Doch gewaltig getäuscht!!!!!!

Mit starken Depressionen, Angstzuständen und massiven Schmerzen lag ich auf meiner Wohnzimmerbank, weinte vor mich hin, und konnte mich nicht dazu bewegen aufzustehen. Zwischendurch schlief ich. Kein Wunder ich hatte großen Nachholbedarf, denn ich schlief in den letzten drei Jahren drei bis vier Stunden täglich. Viel zu wenig! Das hält ja kein Mensch auf die Dauer aus.

Ein ganzes Jahr ging das so. Ich stand nur auf, wenn meine Kinder Hunger hatten. Ich kochte und verkroch mich anschließend sofort wieder auf meine Bank. Sobald ich mit dem Gedanken spielte hinaus zu gehen, bekam ich Panikattacken. Es war so schrecklich, denn man kann nichts dagegen tun. Das Gefühl kommt von unten, also beginnt bei den Beinen und kriecht mit zunehmender Geschwindigkeit Richtung Herzen. Man zittert am ganzen Körper und kann sich kaum bewegen. Weinend, wie ein Häufchen Elend sitzt man da und hofft nur, dass dieser Zustand bald vorbei ist. Schlimme Gedanken sausen dabei durch den Kopf, wie z.Bsp. Ich kann nicht mehr; Ich will nicht mehr; Ich schaffe nichts; bin nichts wert und so weiter.
Wenn da nicht jemand ist, der dich fest im Arm hält, ist dieser Zustand nicht zu überstehen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Kindern, meinem Lebenspartner und meinen Eltern recht herzlich bedanken! Denn sie gaben mir den Halt, den ich brauchte.

Nach einem Jahr Wohnzimmer gab es in mir eine Bewegung. Irgendetwas sagte in mir “Geh hinaus”. Ich stand auf und ging instinktiv in meinen Garten, wo sich ein großes Kräuterbeet befindet. Es war April und am frühen Vormittag. Die Natur zeigte sich noch ruhig, wie wenn alles schlafen würde.
Bei meinem Kräuterbeet angekommen, stand ich da und sah auf meine Pflänzchen. Sie sahen kraftlos, müde und traurig aus. Eine Kletterpflanze hat sie fast überwuchert, sodaß meine Kräuter kaum noch Luft bekamen.
Dieser Anblick glich meiner Seele. Es war still.
Ich setzte mich mitten in das Beet und begann die Kräuter zu berühren. Plötzlich erreichten uns die Strahlen der Sonne, die uns wärmten. Ich hörte Vogelgezwitscher und das Summen von den ersten Bienen.
Es war ein Gefühl von Harmonie und Freiheit.
Es war ein Zeichen.
Ich fing an, da und dort zu zupfen, richtete meine Pflanzen wieder auf und sprach sogar mit ihnen.
Nach diesem Erlebnis besuchte ich meinen Garten fast jeden Tag. Ich setzte mich zu meinen Bäumen, hörte die Vögel und lauschte dem Wind.
Ich säuberte das Kräuterbeet, stutzte die Triebe, sprach und lachte mit ihnen.
Es ging mir besser. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich verstehen. Sie gaben mir die Kraft weiter zu machen. Man sah, dass ihnen die Pflege gut tat. Sie strahlten richtig und das tat mir auch gut.
Es war ein Gefühl von Glück und Freiheit.
Etwas zu tun, wo man ein Ergebnis sieht, ist besonders wichtig, wenn man sich so negativ fühlt, wie ich. Die Schönheit, der Duft, die Größe und die Kraft der Pflanzen übertrugen sich auf mich.

Ich wollte mehr über meine Schützlinge erfahren und so fing ich an mich mit Pflanzen zu beschäftigen. Ich besuchte zwei Lehrgänge für Kräuterpädagogik und absolvierte diese bravourös.
Es macht mir viel Spaß und ich bekam mein Leben wieder in den Griff. Die Kräuter haben bei mir einen besonderen Stellenwert bekommen, da sie mit ihren Inhaltsstoffen und ihrem Aussehen sehr viel für uns tun können.

Fazit: Ohne Pflanzen hätte ich vielleicht noch gewaltige Probleme.
Wenn sich jemand von euch genauso fühlt wie ich, rate ich, geht einfach in die Natur und öffnet eure Augen, eure Ohren und versucht die Düfte der Natur einzufangen. Ihr werdet sehen wieviel Kraft ihr dabei schöpfen könnt.

Pflanzliche Grüße

Deine Kräuterpädagogin Silvia Rzesny

Berufliches

Bereits nach zwei Jahren HTL war mir die Schule zu viel geworden. Also entschloss ich mich, eine Lehre für Frisör und Perückenmacher zu beginnen. Nach dem erfolgreichen Abschluss blieb ich dann 18 Jahre in meinem Lehrberuf aktiv.

Die eigentlich nicht vorhandene freie Zeit (Freizeit genannt) füllte ich mit einer Nebenbeschäftigung im Direktvertrieb. Dort fand ich bald grossen Gefallen am Präsentieren und Verkaufen. Ich bildete mich in den Bereichen Verkauf, Marketing und Coaching auch fleissig weiter.

Als das Geld nicht mehr reichte, gab ich meinen Beruf auf und arbeitete am Flughafen Wien-Schwechat bei der Sicherheitskontrolle.

Doch acht Jahre Flughafen waren dann auch genug.

Im Jahr 2015 war ich dann bereit, wieder die Schulbank zu drücken. Und so absolvierte ich 2016 erfolgreich zwei Lehrgänge für Kräuterpädagogik, einen bei der Vitalakademie und einen zweiten beim LFI Eisenstadt.

Nun bin ich doppelt 😉 zertifizierte Kräuterpädagogin und gebe mein Wissen an Euch weiter.


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